
Die dynamische Bildanalyse analysiert die Schattenprojektionen von Partikeln. CAMSIZER P4 und CAMSIZER XT wandeln die Graustufenbilder mit einem mehrstufigen Analysealgorithmus in Binärbilder um und bestimmen die genaue Kontur.
Auf dieser Grundlage lassen sich alle Partikelgrößen- und Partikelformparameter messen. Die Werte der Einzelmessungen werden schon während der Analyse in 10.000 Größenklassen sortiert, was eine extrem hohe Auflösung der Ergebnisse ermöglicht.
Bildgebende Verfahren bieten den entscheidenden Vorteil, verschiedene Größendefinitionen zu verwenden und so direkte Längen- und Formmessungen zu ermöglichen.
Je nach Anwendung können unterschiedliche Größenparameter von Interesse sein.:
Die Unter- und Obergrenzen des Messbereichs von Bildanalysesystemen sind durch verschiedene Faktoren festgelegt (siehe ISO 13322-1 und -2).
Die Untergrenze wird über die Auflösung der Kameras definiert. Entscheidend dabei ist, welche kleinste Partikelgröße über die abbildende Optik noch auf einen einzelnen Pixel (= „Picture Element“) auf dem Kamera-Chip abgebildet werden kann. Der Abbildungsmaßstab wird durch Vermessung von Kalibrierobjekten mit genau definierten Abmessungen ermittelt. Das kleinste messbare Partikel schattet mindestens die Hälfte eines einzelnen Pixels auf dem Kamera-Chip ab und diese Größe wird üblicherweise als Nachweisgrenze bzw. untere Messbereichsgrenze angegeben.
Die Obergrenze des Messbereichs jedes Analysators, der mit dynamischer Bildanalyse arbeitet wird durch das Messfeld der Kameras festgelegt. Partikelprojektionen, die den Rand des Sichtfeldes berühren, müssen verworfen werden, da die korrekte Größe des Partikels nicht ermittelbar ist. Da große Partikel mit höherer Wahrscheinlichkeit den Bildrand berühren, werden sie dadurch in der Auswertung unterrepräsentiert. Bei den CAMSIZER-Systemen wird dies durch eine Randfehlerkorrektur nach ISO 13322-1 kompensiert, deren Algorithmus bewirkt, dass der Anteil der großen Partikel an der Gesamtmenge korrekt angegeben wird.