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Funktionsweise des HORIBA LB-500®
Partikelgrößenanalysator


Funktionsweise
Der rot markierte Laserstrahl tritt durch einen Lochspiegel, wird dann durch einen Raumfilter von Randstrahlen befreit und trifft anschließend fokussiert auf die Zelle. Diese ist je nach Anwendung aus Glas oder Kunststoff (Einweg). Das knapp am Laserstrahl rückgestreute Licht (gelb markiert) wird am Lochspiegel auf dem Photo-Detektor abgebildet. Wenn wie hier nur gestreutes Licht auf dem Empfänger gesammelt wird, spricht man von einer "Homodyn" Anordnung.



Die Brown´sche Bewegung der Partikeln im Medium überträgt sich als schnelle Intensitätsfluktuation auf den Detektor. In dieser Zeitabhängigkeit des Streulichtsignals steckt die gewünschte Information über die Partikelgrößenverteilung. Die Partikeln der äußerlich ruhenden Probe führen eine Eigenbewegung durch, die Stokes und Einstein in der nachfolgenden Formel festgehalten haben. Danach ist der hydrodynamische Durchmesser dp der Partikeln invers proportional zur Diffusionskonstante D. Sie bewegen sich in einem Medium der Viskosität h. Die Temperatur T wird mitgemessen und in die entsprechende Viskosität automatisch eingerechnet.


Stoffparameter wie Viskosität und optische Konstanten sind im großem Umfang vorgegeben. Die Diffusionskonstante D der Partikeln wird aus der Fluktuationscharakteristik durch Fourier - Transformation (FFT) berechnet.

Messung
Die Durchführung einer Analyse mit dem LB-500 gestaltet sich einfach:
1 ml einer Probe wird in eine Einmal - Küvette gefüllt, 1 Minute ruhen gelassen und dann am PC die Messung gestartet. Nach 1 Minute wird die vollständige Teilchengrößen - Verteilung dargestellt. Ob als Volumen- oder Anzahlverteilung und in welcher Ausführlichkeit, bleibt dem Anwender überlassen.

Wann setzt man die dynamische Lichtstreuung ein?
Nach unten hin ist die Methode durch den ungünstigen Verlauf der Streulicht-intensität begrenzt. Sie nimmt unter etwa 100 nm mit der 6ten Potenz ab. Bei extrem schwach streuenden Partikeln kann die untere Messgrenze deshalb höher als 3 nm liegen.
Nach oben hin wirkt die einsetzende Sedimentation bei Partikelsuspensionen bzw. Aufrahmung bei Emulsionen störend. Wolframcarbid – Partikeln zum Beispiel sedimentieren bereits unter 1 µm.
Proben, die zum Gelieren neigen, sind nicht oder nur in begrenztem Maßstab für die dynamische Lichtstreuung geeignet, da sich die Methode darauf stützt, dass sich die Partikeln unabhängig voneinander bewegen und nicht untereinander ein Netzwerk bilden.
Die dynamische Lichtstreuung kann nicht als Zählmethode für wenige Partikelverunreinigungen hergenommen werden.
Für jede Stoffklasse gibt es einen optimalen Konzentrationsbereich. Bei Kunststoffdispersionen liegt der empfehlenswerte Bereich, im Diagramm gezeigt, typischerweise zwischen 0,1 und 10%.


Die Methode eignet sich besonders dann, wenn die Formulierung eine Verdünnung der Probe nicht erlaubt. Bei absorbierenden und farbigen Proben haben viele Messmethoden Schwierigkeiten.
Das LB-500 ist durch den kurzen Lichtweg in der Probe besser für die Messung geeignet, wie das Beispiel schwarze Druckertinte oben zeigt.

 

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