Bestimmung der Partikelgröße mit Analysatoren von Retsch Technology

Camsizer System zur Analyse von Partikelform und Partikelgröße

Retsch Technology ist Ihr Experte für die Bestimmung der Partikelgröße.

Wir bieten qualitativ hochwertige Produkte zur Bestimmung der Partikelgröße von kolloidalen Stoffen, Emulsionen, Suspensionen, Dispersionen, Pulvern und Granulaten, wobei unsere Geräte insgesamt einen Partikelgrößenbereich von 0,3 nm – 30 mm abdecken.

Dabei kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz, wobei der Begriff „Partikelgröße“ durchaus unterschiedlich definiert ist. Die reale Geometrie der Partikel wird von bildgebenden Verfahren am besten erfasst. Länge und Breite jedes einzelnen detektierten Partikels sind direkt und mit sehr hoher Genauigkeit messbar.

Produktübersicht


Analyse der Partikelgröße mit bildgebenden Verfahren

Partikelgröße kann auch als Durchmesser des flächengleichen Kreises der Partikelprojektion verstanden werden, was dann als ein Äquivalentdurchmesser bezeichnet wird. Dementsprechend können aus einer Messung mehrere Größenverteilungen entstehen, je nachdem, welche Größendefinition betrachtet wird.

Partikelgröße mit den Parametern Breite, Höhe und ÄquivalenzdurchmesserVerteilung der Partikelgröße je nach Größenmodell


Das Beispiel zeigt das Ergebnis einer Messung der Partikelgröße mittels Dynamischer Bildanalyse. Die rote Kurve basiert auf der Messung der Breite jedes Partikels, die blaue Kurve repräsentiert die Längenverteilung. Für die grüne Kurve wurde der Durchmesser des flächengleichen Kreises als Definition der Partikelgröße verwendet.

Alle Ergebnisse sind richtig und beschreiben die tatsächliche Partikelgröße, es hängt aber von der zu Grunde liegenden Fragestellung ab, welches Ergebnis für den Anwender den höchsten Informationsgehalt bietet. Bei Extrudaten oder Fasern ist eher die Längenverteilung von Interesse. Für die meisten Granulate ist die Breite der relevante Parameter, da diese Verteilung am besten zur Siebanalyse korreliert. Bei der Siebung treten die Partikel mit Ihrer kleinsten Projektionsfläche durch das Siebgewebe, was der Partikelbreite entspricht.

Analyse der Partikelgröße mit Kollektivmessverfahren

Den bildgebenden Verfahren, die einzelne Partikel erfassen und analysieren, stehen die sogenannten Kollektivmessverfahren gegenüber. Hierbei wird ein Messsignal ausgewertet, das von allen Partikeln gleichzeitig erzeugt wird. Es wird meist nicht direkt die Partikelgröße gemessen, sondern Eigenschaften, die mit der Partikelgröße in Zusammenhang stehen. Solche Eigenschaften sind beispielsweise Lichtstreuung oder Sinkgeschwindigkeit in einer Flüssigkeitssäule.

Über ein mathematisches Modell wird der Anteil der einzelnen Partikelgrößen am Gesamtsignal herausgerechnet und daraus eine Verteilung erstellt. Zu den Kollektivmessverfahren zählen beispielsweise die Statische Laserlichtstreuung und Dynamische Lichtstreuung (DLS). Die Analysen sind im Allgemeinen schnell, routinetauglich und decken einen großen Bereich von Partikelgrößen ab. Andererseits wird lediglich ein „Äquivalentdurchmesser“ bestimmt, da alle Auswertemodelle auf den Eigenschaften der wirkungsgleichen Kugel basieren.


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